Prof. Dr. Heidrun Friese im Gespräch mit Ahmed Jizawi


Prof. Dr., Heidrun Friese Sozialanthropologin; lehrt Interkulturelle Kommunikation an der TU Chemnitz. Ihre Forschungsinteressen umfassen (kulturelle) Identitäten; Zeit, Geschichte und Gedächtnis; Raum und Grenzen; Gastfreundschaft und Freundschaft; Migration ohne gültige Papiere (sans-papiers), transnationale Netze und digitale Anthropologie.
In der gemeinsamen Arbeit werden wir versuchen, unsere Aufmerksamkeit für soziokulturelle Räume, Handlungen und Wahrnehmungsmuster zu stärken und uns in ungewohnte Situationen begeben. Die Arbeit wird in Basel und Mulhouse stattfinden und an motoco angebunden. Wir werden versuchen, unterschiedliche Stadträume (Markt, Stadtteil, Stadtentwicklungsprojekte, Heterotopien) und seine Bewohner kennen zu lernen und in ‚dichten Beschreibungen’ (Geertz) zu konzentrieren. Mögliche Thematiken der Auseinandersetzung könnten sein:

• multicultural spaces
• home, (cultural) displacement, exile und diaspora
• mobile objects
• center/s, border/s and margin/s

In einem ersten Schritt werden wir also beobachten und teilnehmen, sehen und gesehen-werden, sprechen und zuhören, flanieren, laufen und stehenbleiben. Zugleich werden wir auf unterschiedlichen Ebenen arbeiten, denn auch die gemeinsame Übung wird zu einem ‚ethnographischen’ Feld. Wir werden also in einem zweiten Schritt die eigene Feldarbeit kritisch reflektieren dann fragen, wie genau arbeiten wir? Was bewegt unsere Methoden? In welcher Beziehung stehen Subjektivität und Methode? Sind diese kulturell gebunden, selbst kulturelle Produkte?